Das Kirnitzschtal
Romatik im Nationalpark

Als größtes zusammenhängendes Sandsteingebiet wird das romantische Kirnitzschtal mit einem Naturpark verglichen und als ein Glanzpunkt der Sächsischen Schweiz bezeichnet, denn an keiner anderen Stelle des Elbsandsteingebirges ist die Manigfaltigkeit der Sandsteinformen in gleicher Fülle sichtbar. Jahrmillionen schufen das Wasser, Sand und Ton eine einzigartige Felsenlandschaft voller seltener Harmonie, während Wind und Wetter zur Bildung dieses Meisterwerkes der Natur beitrugen. Rauschend und schäumend springt durch die tiefklüftigen Schluchten und Täler die oftmals gar wilde Kirnitzsch dahin, dieser Märchenwelt das besondere Gepräge verleihend.

Im “Böhmischen” liegt die Quelle der Kirnitzsch, überschreitet im Khaatale die sächsisch-tschechische Grenze. um bald danach durch das Anstauen an der Oberen Schleuse in Hinterhermsdorf eine erste, selten schöne Waldromantik zu bieten. Von hier aus bildet die Kirnitzsch etwa 8 km weit die natürliche Landesgrenze bis zu den Rabensteinen, diese und die sich linksseitig anschließenden Thorwalder Wände bis zum Großen Zschand bei nordwestlicher Laufrichtung durchbrechend. Von allen Seiten fließen aus Talschluchten größere und kleinere Gewässer zu. Den Flußlauf nunmehr westwärts einschlagend (unterbrochen durch einen großen, nach Norden gerichteten Bogen - Hausberg und Kuhstall), eilt die Kirnitzsch in vielen Windungen an den Mahl- und Schneidemühlen vorüber, in Bad Schandau der Mutter Elbe zu.

Die wildzerklüfteten Felsenmauern boten einst Raubrittern besten Unterschlupf, woran u.a. die Namen “Vorderes und Hinteres Raubschloss”, “Arnstein”, “Frienstein” und “Wildenstein” erinnern. Vor allem der Arnstein hinter der Buschmühle war als Raubritterburg gefürchtet und stellte den Schrecken aller Kaufleute dar. 1436 schloss der Kurfürst von Sachsen mit den Städten und Männern der Westlausitz ein Bündnis, um gegen die in dem Wegelagerernest “hausenden Landplacker” mit Erfolg kriegerisch vorgehen zu können. Die Burg wurde dabei stark beschädigt und gelangte 1451 in den Besitz der Berken von der Duba.


Zur Burgenromantik im Kirnitzschtal gehört ebenfalls der einstige Herrensitz Wildenstein (Kuhstall), ein zu den weitberühmten Sonderheiten der Sächsischen Schweiz zählendes Felsgebilde. Wo dereinst schwere Stiefel über die Sandsteine schritten, spreizen heute dicke Kiefern ihre Wurzeln aus, winden sich uralte Stufen empor, sind noch eine teilweise künstlich ausgesprengte Türöffnung, eine Zisterne und abgenutzte Rinnen, in denen schwere Fallgitter liefen, vorhanden.Die ungestüme Kraft des Flusses machten sich die Ansiedler zunutze. Seit 1547 trug die Kirnitzsch in wilder, verwegener Fahrt bis zum Straßenumbau 1874 Flöße talwärts und trieb viele Räder angelegter Mahl- und Schneidemühlen (Ostrauer Mühle, Mittelndorfer Mühle, Felsenmühle, Buschmühle, Neumannmühle und Räumichtmühle. Der Forellenreichtum veranlasste zu ausgiebigem Fischfang, während Töpferei und Weberei bedeutende Gewerbezweige darstellten.

Ausflugsziele




Links




Kontakt

Gasthof & Pension
"Zum Kirnitzschtal"

Sebnitzer Straße 5
01855 Ottendorf

Tel. 035971 - 54 504
kirnitzschtal@t-online.de